Fokus auf das Wesentliche

Was brauche ich wirklich? Was brauche ich nicht mehr? Was – und auch wen – möchte ich in meinem Leben haben? Was – und wer – tut mir gut? – all diese Fragen habe ich mir gestellt als ich im Jahre 2009 angefangen habe auszumisten und mein Leben aufzuräumen. Minimalismus bedeutet für mich den Fokus auf das Wesentliche zu legen und alles Unwesentliche, das mich nicht glücklich macht, zu entfernen.

Und so geht es vielen Minimalisten: Sie sind nicht glücklich mit dem was sie aktuell umgibt, fühlen sich von ihren Sachen erdrückt und beginnen ihren Besitz – teilweise drastisch – zu reduzieren. Aber nicht jeder Minimalist beginnt mit Ausmisten – hier gibt es die verschiedensten Einstiegsbereiche – Konsum, Zero Waste, Ernährung, Wohnen, die Suche nach Zufriedenheit. Und generell gibt es beim Minimalismus keine Regeln, keine Anleitung. Erlaubt ist, was gefällt. Wenn dich beispielsweise Nähen glücklich macht, dann brauchst du – nur weil du dadurch vergleichsweise viele Sachen benötigst – dich nicht von den Sachen zu trennen. Was behalten wird entscheidet jeder für sich.

Wenn mir Minimalismus etwas vorschreiben würde, wäre ich keine Minimalistin.

Manchmal ist es gar nicht so einfach eine Antwort auf die Frage zu finden “Was brauche ich wirklich?”, ein kleiner Trick ist im Urlaub mal darauf zu achten was von den Dingen, die du mitgenommen hast, du letztendlich wirklich benutzt hast. Die Bedürfnisse eines jeden Menschen sind verschieden. Achte beim nächsten Urlaub einfach mal hierauf, wenn es dir schwer fällt eine Antwort auf die Frage zu finden.

Es ist erstaunlich wenig was wir wirklich brauchen. Schon die Frage “Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?” zielt darauf ab herauszufinden welche Bedürfnisse und Dinge am Wichtigsten sind. Allerdings hat Minimalismus für mich nicht das Geringste mit Verzicht zu tun. Zumindest nicht mit der Art von Verzicht, bei dem einem keine andere Wahl gelassen wird. Alles kann – nichts muss. Und Regeln gibt es – wie gesagt – nicht.